Unsere Lieferanten

 

Solidarische Handelsbeziehungen mit den Kaffeeproduzenten

Der Kaffee der Kaffeerösterei Torrefaktum wird im Rahmen des partnerschaftlichen Handels bezogen und entspricht mindestens dem Fair Trade Standard. Den demokratisch organisierten Kleinbauernkooperativen wird ein Mindestpreis von US Dollar 1,51 je Pfund Rohkaffee garantiert. Sollte sich der Weltmarktpreis erhöhen, wird ein Aufschlag von 10 Prozent gewährt. Um dem hohen Qualitätsanspruch zu entsprechen, werden nur qualitativ hochwertige Kaffeebohnen aus präzise definierten Anbaugebieten eingekauft.

Zurzeit arbeiten wir mit Kaffees folgender Herkünfte:

Äthiopien

Amaro Gayo von der Plantage Asnakech Thomas.

Fair gehandelt und bio nach US NOP Standard nicht nach europäischem Standard. Die Unternehmerin Asnakech Thomas verließ 2005 Großbritannien, um in ihre Heimat, Äthiopien zurückzukehren und dort den Kaffeebauern faire Preise zu zahlen. In der Region Amaro, wo der Kaffee herkommt, wird der Kaffee biologisch angebaut. Das europäische Siegel fehlt noch, das amerikanische Biosiegel ist bereits vorhanden. Asnakech Thomas kauft nur rote, d.h. reife Kirschen von den Bauern. Der Kaffee hat ein fruchtiges Aroma, er schmeckt geradezu nach Blaubeeren ohne künstliche Aromatisierung. Das ist eine kleine Revolution für alle Liebhaber des fruchtigen Geschmacks.

Unser Sidamo Grade 2 kommt von der Kooperative Wottona Bultuma, die in der Sidamoregion angesiedelt ist.

Der Kaffee wächst auf einer Höhe von 1.600 bis 1.800 Metern. Die Ernteperiode ist zwischen August und Dezember und die Erntemethode ist das Picking. Das bedeutet, dass nur die roten (reifen Früchte) ausgewählt werden. Die Kooperative hat ungefähr 2.500 Mitglieder.

Der Yirgacheffe Grade 2 kommt aus der Region Yirgacheffe im Abaya Distrikt im südlichen Äthiopien.

Wir beziehen ihn von der Kooperative Negele Gorbitu, die 894 Mitglieder hat. Die Anbauhöhe des Kaffees beträgt 1.900 bis 2.100 Meter Höhe.
Sowohl die Kooperative in Sidamo und auch in Yirgacheffe erhalten eine Bezahlung, die über dem Weltmarktpreis liegt. Es werden Reinvestitionen in die Trockenbette, in die Logistik und in die Verpackungsmaschinen durch unseren Lieferanten getätigt. Wie für Torrefaktum selbstverständlich handelt es sich um fair gehandelten Kaffee. Beide Kaffees sind Biokaffees von außergewöhnlicher Qualität, die bereits als Rohkaffees durch Aromaverpackungen ihre Frische nicht einbüßen.

Bolivien

Unser Kaffee aus Bolivien ist ein Criollo, EPW Altura, washed von der Cooperative Agropecuaria Integral Nor Este COAINE

Die Kooperative COAINE befindet sich im Departement von LA Paz, in der Provinz Carvani, Canton Carvani und San Lorenzo. Von den 221 Produzenten der Kooperative bauen 107 bereits Biokaffee an und 114 stellen ihren Kaffeeanbau gerade auf Bio um. Der Kaffee wächst in einer Höhe von 1.000 bis 1.800 m über dem Meeresspiegel. Die Sorte Criollo macht 90% des gesamten Anbaus aus, die restlichen 10% bestehen aus verbesserten Sorten. Die Kooperative produziert jährlich 7,6 Container biozertifizierten Kaffee und 6,7 Container Kaffee in Umstellung auf Biokaffee. Die Kaffeeernte findet von Mai bis August statt. Die Exportqualität wird in der Regel ab Juli verschifft und ist im Dezember abverkauft.

COAINE ist dabei, sich eigene Anlagen für die Aufbereitung des Kaffees nach der Ernte anzuschaffen. Nach unserer letzten Information sind die Maschinen aber noch nicht im Einsatz.

Guatemala

Unser guatemaltekischer Kaffee stammt von der Kooperative AMNSI (Association Maya Nuevo Sembrador Integral) am Atitlán-See.

AMNSI wurde unmittelbar nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens 1996 von Ex-Guerilleros gegründet, die einen Neuanfang begonnen haben. Der Kooperative sind z.Z. 42 Familien angeschlossen.

AMNSI war von den Auswirkungen des Hurrikans Stan 2005 stark betroffen. Massive Schäden in den Dörfern waren die Folge. Durch das Abholzen der Wälder konnte eine Schlammlawine ungehindert in die Siedlungen gelangen. Um eine Ausbeutung der Umwelt und ein menschengerechtes Leben an den Vulkanhängen zu ermöglichen ist eine höhere Bezahlung der Bauern notwendig. Nur so kann eine weitere Rodung des Waldes und Intensivierung der Landwirtschaft vermieden werden. Der Wald als natürlicher Schutz vor Schlammlawinen würde so erhalten.

Wir unterstützen diese Kooperative auch, weil die strukturelle Diskriminierung der einheimischen Bevölkerung in Guatemala weit verbreitet ist. Die Nachkommen der Maya sind an der Teilhabe des politischen und sozialen Lebens stark eingeschränkt. Die Kooperative AMNSI gestaltet dagegen den sozialen Raum in der Region, so dass die Maya Nachkommen selbst aktiv werden können.

Kongo

Unser Robusta stammt aus der Demokratischen Republik Kongo von der Nichtregierungsorganisation (NGO) C.D.I Bwamande.

Dieses Projekt steht für regionale Entwicklung und wird vom belgischen Staat gefördert. Im Kongo wurde 1898 auch die Sorte Robusta "entdeckt". Das Projekt C.D.I Bwamande sorgt  für die regionale Entwicklung im ökonomischen Bereich und unterstützt soziale Aktivitäten im Bereich der medizinischen Versorgung, Bildung der Bevölkerung, Einrichtung von Schulen, Straßenbau und Trinkwasserversorgung.